Flexibles Arbeiten – Ein Blick in die neue Studie von Regus

Heute stellt Ihnen das Team von Value for Workplaces um Dr. Wagner & Partner eine neue Studie von Regus zum Thema Flexibilität am Arbeitsplatz vor. Die Quintessenz ist dabei ganz klar: Flexibilität ist heute für Arbeitnehmer wichtiger denn je. Im klassischen War for Talents müssen sich also Arbeitgeber einiges einfallen lassen, denn die Ergebnisse der Studie sprechen für sich.

Die Studie – Regus zeigt auf was gewollt ist

Circa 50 Prozent der Studienteilnehmer ließen verlautbaren, dass sie ein Arbeitsangebot ausschlagen würden, wenn diese ein zu rigides Arbeitsmodell vorschreiben würden. Flexibles Arbeiten ist somit enorm wichtig für weite Teile der Arbeitnehmerschaft. Mit einer Teilnehmerzahl von 40.000 Menschen scheinen die Ergebnisse auch signifikant zu sein, wobei lokale und kulturelle Unterschiede mit Sicherheit vorherrschend sind.

Besonders wichtig war den Befragten die Nähe zu den eigenen vier Wänden. Grund hierfür war neben der offensichtlichen Zeitersparnis auch die Möglichkeit zu Fuß oder per Fahrrad an den Arbeitsplatz gelangen zu können und sich somit gleich physisch zu betätigen. Dieser Faktor trägt laut Studienergebnissen zu einem subjektiv besseren sowie gesünderem Lebensgefühl bei.

Stress am Arbeitsplatz (Quelle: Antoine Beauvillian)
Stress am Arbeitsplatz (Quelle: Antoine Beauvillain)

Fast noch relevanter war, dass die Befragten angaben durch den kürzeren Arbeitsweg mehr Zeit mit ihren Liebsten verbringen zu können. Die positive Work-Life-Balance, sprich die Ausgeglichenheit von Privatem und Beruflichem, ist demzufolge ein kritischer Faktor. 73 Prozent der Studienteilnehmer erklärten, dass sie durch das Mehr an Flexibilität mehr Freizeit hätten und somit ein ausgeglichenes Privatleben möglich sei.

Jedoch wurden in der Studie nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch deren Arbeitgeber gefragt. Diese sprachen sich auch für vermehrte Flexibilität aus. So gaben über 50 Prozent der Arbeitgeberseite an, dass ihre Belegschaft durch die verminderte Pendelei ausgeruhter sei und weniger krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen seien. Sogar 85 Prozent stellten fest, dass ihre Angestellten mehr Zeit in körperliche Ertüchtigung investierten, welche auch den klassischen Bürokrankheiten wie Rückenschmerzen entgegenwirken würden.

Der kritische Faktor war jedoch stets die Familie und die Zeit mit Freunden. Über 60 Prozent der Teilnehmer gaben demnach an, einen Job auszuschlagen, der ihnen nicht den nötigen Freiraum bieten würde.

Grund für diese Entwicklung könnte sein, dass die zunehmende Vernetzung und Erreichbarkeit zu einem höheren wahrgenommenen Stress führt, dem nur durch ein flexibleres Arbeitsmodell entgegengewirkt werden könne. Noch vor 20 Jahren war es schier unmöglich seinen Angestellten mit einer Email oder gar per Whatsapp – Nachricht am Feierabend, im Urlaub oder am Wochenende zu erreichen. Bei manchen Berufsgruppen ist dies nun aber die Norm und das Arbeitstelefon ein nicht wegzudenkendes Instrument. Gerade die Generation Y bemängelt das Verschwimmen von Arbeit sowie Freizeit.

Die Wünsche der Generation Y

Jedoch wandeln sich offensichtlich die Vorstellungen eines perfekten Arbeitsverhältnisses. Die Angestellten von morgen und die heutigen Angestellten wissen um den Nachfrageüberhang nach qualifizierten Mitarbeitern. Gehört man zu der Gruppe von High Potentials, die nicht wegzurationalisieren sind hat man dementsprechend Verhandlungsmacht.

In unserem Artikel War for Real Estate Talents – Das will die Generation Y haben wir bereits auf diese Entwicklung hingewiesen. In diesem Artikel bestätigten die Studienergebnisse aus dem Hause Catella die Aussagen der heutigen Regus-Studie.

Die Generation Y, aber auch darüber hinaus, definiert sich nicht mehr nur über den beruflichen Erfolg, sondern möchte sich auch selbstverwirklichen. Der Beruf soll zudem Abwechslung bieten und zeitgleich ein gutes Leben ermöglichen. Alle Generationen eint der Wunsch nach einem Familienleben. Die junge Generation ist mehr hedonistisch veranlagt, wohingegen die älteren Generationen mehr Disziplin und Autoritätssinn eint. Ebenso unterschieden sich die Motivatoren im Arbeitsleben. Für die ältere Generation steht klar der monetäre Aspekt im Vordergrund, während für die Nachwuchstalente mehr die Selbstverwirklichung im Vordergrund steht.

Deshalb stellen wir fest, dass sich Arbeitgeber an die Wünsche der Belegschaft anpassen müssen, wenn sie ihre Wunschmitarbeiter anlocken, aber eben auch halten wollen. Flexible Arbeitsmodelle, die Möglichkeit zu Telearbeit und ein attraktives Paket an Zusatzleistungen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten sind von daher eine Notwendigkeit für vorausschauende Arbeitgeber.

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