Immobilienmarketing – Geo ist gut!

Mit der Nutzung von Social Media werden vielfältige Hoffnungen für das Immobilienmarketing verbunden. Studien belegen: Jeder Vierte verspricht sich schon heute eine Vergrößerung des Kundenkreises, während 14 Prozent hiermit sogar ein geeignetes Mittel zur Umsatzsteigerung bei der Vermittlung von Immobilien sehen. (s. Artikel “Neue Wege in der Immobilienvermarktung – Alternativen zum Exposé?“).

Ein gänzlich neuer Aspekt wird dem Social Media durch das sogenannte Geotagging hinzugefügt. Dabei werden Standortdaten mit Benutzerprofilen verknüpft. So können etwa heute schon Twitter-Nachrichten geografisch erfasst und lokalisiert werden. Noch viel spannender ist die Kombination aus Fotos und Standortdate. Fotos, die zum Beispiel in die Alben von Flickr oder PicasaWeb hochgeladen werden, lassen sich mit GPS-Koordinaten anreichern. Dadurch wird der Aufnahmeort eines Fotos direkt mit einer Landkarte verknüpft. Erste Kameras haben integrierte GPS-Empfänger, die Koordinaten zum Zeitpunkt der Aufnahme gleich mit dem Foto speichern. Aber was bedeutet das nun für die Vermarktung von Immobilien?

Geotagging (Quelle: Eric Fischer)
Geotagging (Quelle: Eric Fischer)

Auf den beiden Bildern sehen Sie die verschiedenen Laufwege von Einheimischen (Blau) und Touristen (Rot) in London City. Gelb sind die Punkte, bei denen keine Unterscheidung gemacht werden konnte. Sehr deutlich zu erkennen, dass die Touristen bestimmte Routen zwischen den Sehenswürdigkeiten verfolgen und dort kumuliert Fotos machen. So lässt sich die Frage, wer hat wo welches Bild gemacht, sehr einfach beantworten. Darüber hinaus können aber eben die zeitlichen Abfolgen bestimmt und die Laufwege gezielt nachgezeichnet werden. Somit haben Projektentwickler ein weiteres Instrument zur Hand, mit dem sich beurteilen lässt, ob sich eine Büro-, Wohnhaus-, Hotel- oder Retailentwicklung an der geplanten Stelle gut machen würde. Für Bestandseigentümer bietet die Auswertung von Bildern rund um den eigenen Standort die Möglichkeit, die Werbemaßnahmen zu optimieren und noch gezielter Nutzer einzufangen. Es bleibt abzuwarten, wann Nutzer per Foto, Kommentar und Bewertung Einfluß auf die Gestaltung von Innenstädten und Fassaden nehmen.

Weitere Geodaten von Berlin, Hamburg, Paris und weiteren Städten finden Sie hier

 

 

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