War for Real Estate Talents – Das will die Generation Y

In der Vergangenheit hat das Team um Dr. Wagner & Partner von Value for Workplaces bereits mehrfach die Themen Demographie und Generation Y im immobilienwirtschaftlichen Kontext adressiert.

Zum einen wurde ersichtlich, dass die nachfolgende Generation mit der Digitalisierung aufgewachsen ist und sich ihre Affinität für das Internet im Privaten wie auch beruflich, synergetisch verbindet (Generation Y: Wir setzen Mobilität voraus!). Zum anderen wurde eruiert wie sich der demographische Wandel durch den Einsatz von Cross-Generation Teams abfedern ließe (Cross-Generation Team – Wandel in den Arbeitswelten).

Immanent wurde jedoch stets, dass ein „War for Talents“ existiert. Gerade bei Top-Talenten ist die Nachfrage größer als das Angebot, und dessen ist sich die mündige Generation Y auch bewusst. In dem Idea Paper „Generation Y in der Immobilienwirtschaft“ hat Catella Reserach diese Thematik genau untersucht und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen.

War for Real Estate Talents (Source: Pixabay)
War for Real Estate Talents (Source: Pixabay)

Als Datengrundlage fungierte eine Umfrage mit 80 Studierenden in Studiengängen mit immobilienwirtschaftlichem Fokus. Die zielgerichtete Stichprobe gewährleistet einen hohen Erklärwert und schafft somit relevant Einblicke für Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft, die qualifizierte Arbeitnehmer ansprechen möchten.

Unterschiede Generation Y & Generation X – Ansprüche im Wandel

  • Während die Generation X sich über die Arbeit definierte, sieht die Generation Y den Beruf auch als eine Art Selbstverwirklichung, die Abwechslung bieten und ein gutes Leben ermöglichen soll
  • Beide Generationen eint der Gedanke an die Familie, wohingegen eine passende Work-Life Balance ein einzubeziehender Parameter der Generation Y darstellt
  • Da die Freizeit der Generation Y durch die Digitalisierung immer mehr mit dem Arbeiten verschwimmen kann, scheint der Stellenwert von Freizeit noch weitaus höher zu sein als in der vorherigen Riege von Arbeitskräften
  • Gerade in Bezug auf Werte im Arbeitskontext sind gravierende Unterschiede festzustellen. Die Generation Y ist mehr hedonistisch veranlagt und setzt auf Individualität, Flexibilität sowie Spaß. Die pflichtbewusster scheinende Generation X hingegen stellt mehr Disziplin, Selbstbewusstsein und Gehorsam in den Vordergrund.
  • Auch die Motivatoren könnten unterschiedlicher nicht sein. Bei Generation X zählen pauschal gesagt mehr Geld, Status und Macht, wohingegen bei Generation Y „weichere Faktoren“ wie der gesellschaftliche Beitrag, Anerkennung und Zwischenmenschliches entscheidend sind.

Was Top – Absolventen erwarten

Wir haben uns es nicht nehmen lassen mit einigen Top – Talenten zu reden und die Ergebnisse der Studie im Zwiegespräch zu erörtern. Schnell wurde klar, dass die Erwartungshaltung an den Arbeitgeber in der Tat hoch ist, jedoch zu Recht, wie wir finden.

Herausragende Absolventen mit praktischer Erfahrung sind rar, und um diese Tatsache wissen die Befragten. Gerade für den amerikanischen Markt typische All-In Verträge bei denen die Arbeitszeit nicht wirklich geregelt, sondern durch den Lohn abgegolten ist, sind für emanzipierte Talente ein Ausschlusskriterium.

Die Balance aus „Fördern“ und „Fordern“ muss demnach bei angemessener Vergütung sowie Überstundenausgleich gewährleistet sein. Darüber hinaus ist ein wertschätzendes Betriebsklima mit innovativen Weiterbildungsangeboten und fairen Aufstiegsmöglichkeiten von Wichtigkeit.

Die Quintessenz ist, dass der Arbeitgeber bereits sein muss für überdurchschnittliche Bewerber mehr zu leisten, um diese anzusprechen.

Aus unserer Sicht kann die anfänglich, überdurchschnittliche Leistung sowie der entgegengebrachte Vertrauensvorschuss ein lohnendes Investment sein, da Sie als Arbeitgeber so von Anfang an die besten Talente ansprechen und früh an Ihr Unternehmen binden können. Durch eine halbjährige Probezeit hat man als Arbeitgeber ohnehin ein gecaptes Risiko.

Weitere spannende Einblicke können Sie erhalten indem Sie direkt das Idea Paper von Catella Research (Generation Y in der Immobilienwirtschaft) aufrufen. Bei allen weiteren immobilienwirtschaftlichen Fragen wenden Sie sich gerne jederzeit an unser Team, welches Sie Hier erreichen.

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